Polyacetale (POM), auch Polyoxymethylen oder Polyformaldehyd genannt, sind teilkristalline Thermoplaste, die durch die Polymerisation von Formaldehyd entstehen. Zum Einsatz kommen reine Homopolymere (POM-H) und Co-Polymere (POM-C). Bei den Co-Polymeren werden in die POM - Molekülkette Ringether eingebaut, die insbesondere die Chemikalienbeständigkeit im alkalischen Bereich und die Hydrolysebeständigkeit verbessern.
POM besitzen grundsätzlich eine gute Steifigkeit und Härte und nehmen so gut wie kein Wasser auf. Sie haben gute Gleiteigenschaften und sind in ihren elektrischen bzw. dielektrischen Eigenschaften weitgehend unabhängig von Feuchte und Temperatur. POM ist lebensmittelkompatibel und wird auch in speziellen, biokompatiblen Typen angeboten POM lassen sich gut thermoplastisch verarbeiten und werden als Halbzeug gerne für die spangebende Fertigung verwendet, da sie maßstabil sind und einen guten Spanbruch zeigen. Aufgrund ihres guten Rückstellverhaltens werden sie gerne für so genannte "Snap-Fit" Verbindungen, also Elemente die in ein passendes Gegenstück einrasten, verwendet. Der universellen Eigenschaften wegen werden POM in Masse unverstärkt eingesetzt. Dennoch sind verschiedene Modifikationen lieferbar, insbesondere für tribologisch Anwendungen gibt es mit Festschmierstoffen optimierte Typen. POM und seine Modifikationen werden von uns unter dem Markennamen ACETRON® vertrieben. |