Thermoplastische Fluorkunststoffe

Thermoplastische Fluorkunststoffe sind teilkristalline Thermoplaste aus perfluorierten Monomeren, die sich im Gegensatz zum PTFE  problemlos thermoplastisch, z.B. im Spritzguss, verarbeiten lassen.

 

Wegen seiner extrem hohen Schmelzviskosität – oberhalb des Kristallitschmelz-bereiches (> 327°C) geht PTFE in eine gelartige Masse über – kann PTFE nur im Press-Sinter-Verfahren verarbeitet werden. Ziel der Weiterentwicklung war es daher immer, thermoplastisch verarbeitbare Fluorpolymere zu kreieren.

 

Ein typischer Vertreter dieser thermoplastischen Fluorpolymere ist das Polyvinylidenfluorid (PVDF), das jedoch insbesondere bei der thermischen Belastbarkeit deutlich hinter PTFE zurückfällt. 

Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl weiterer thermoplastisch verarbeitbarer Fluorpolymere, deren bessere Verarbeitbarkeit, wie beim PVDF, immer mit Einschränkungen in anderen Eigenschaftsbereichen einhergeht.

 

Haupteigenschaften:

  • thermoplastisch Verarbeitbar 
  • gute Medienbeständigkeit

Im Einzelnen handelt es sich bei den Thermoplastischen Fluorkunststoffen um:

 

Polytron PFA
Perfluoralkoxy (PFA) ist ein thermoplastisches Copolymerisat aus Perfluor-propylvinylether mit Tetrafluorethylen. Wie beim TFM, allerdings mit deutlich größerem Anteil, bricht der Perfluorpropylvinylether die starke Molekularbindung der Fluor- und Kohlenstoffatome auf und bewirkt dadurch ein deutlich geringeres Molekulargewicht und eine bessere Beweglichkeit der Molekülketten. PFA ist somit vollkommen thermoplastisch verarbeitbar und bietet nur unwesentlich schlechtere Eigenschaften als PTFE.
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Polytron FEP
Polyfluorethylenpropylen (FEP) ist ein Copolymerisat aus PTFE und Hexafluor-propylen. Im Gegensatz zum PTFE ist FEP aufgrund seiner geringeren Schmelz-viskosität thermoplastisch verarbeitbar, bietet aber vergleichbare Eigenschaften im Chemikalienkontakt und als elektrischer Isolator. Allerdings sind die mechanischen Eigenschaften von FEP und die Temperaturbeständigkeit geringer als die von PTFE.

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Polytron PCTFE
Polyfluortrifluorethylen (PCTFE) ist ein teilkristalliner, thermoplastischer Fluor-polymer mit guter Festigkeit und Härte. Sein Eigenschaftsprofil liegt zwischen dem von PTFE und PVDF. PCTFE ist witterungsstabil und kann im Kontakt mit Lebensmitteln eingesetzt werden.

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Polytron ECTFE

Ethylenchlortrifluorethylen (ECTFE) ist ein teilkristalliner, thermoplastischer Fluor-Copolymer mit guter Festigkeit und Härte. Sein Eigenschaftsprofil kommt nahe an das von PVDF heran. ECTFE weist eine geringere Durchlässigkeit für Chemikalien auf als PTFE und eignet sich daher insbesondere für Anwendungen in der chemischen Industrie.

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Polytron ETFE
Ethylentetrafluorethylen (ETFE) ist ein teilkristalliner, thermoplastischer Copolymer aus Ethylen und PTFE. Wie viele andere Fluor-Copolymere wurde ETFE entwickelt, um die thermoplastische Verarbeitbarkeit von PTFE zu verbessern. ETFE weist eine ca. 100°C geringere Dauergebrauchstemperatur als PTFE auf, hat aber verbesserte mechanische Eigenschaften und annähernd dieselbe Chemikalienbeständigkeit.

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